AG BL BS BE FR LU SO VS ZH


Kanton Bern, deutschsprachiger Kantonsteil


Position
Auf der Grundlage des Gesamtsprachenkonzepts der EDK (1998) und des Beschlusses der Plenarversammlung der EDK vom 25. März 2004 zur Koordination des Sprachenunterrichts in der obligatorischen Schule hat die Erziehungsdirektion des Kantons Bern für die deutschsprachige Volksschule ein Sprachenkonzept ausgearbeitet. Als Bestandteil der kantonalen Bildungsstrategie wurde es in der Aprilsession 2005 vom Grossen Rat zur Kenntnis genommen. Gleichzeitig beschloss der Grosse Rat, die Sprachenfolge Französisch vor Englisch beizubehalten.

Das Sprachenkonzept bildet die Grundlage für die Umsetzung von Reformen des Fremdsprachenunterrichts, die in den nächsten zehn Jahren verwirklicht werden sollen. Dabei sollen unter anderem die folgenden Elemente realisiert werden:
•  Französischunterricht ab der 3. Primarklasse
•  Englischunterricht ab der 5. Primarklasse
•  Einbezug neuer didaktischer Elemente in den Fremdsprachenunterricht (Eveil aux Langues/Language and Cultural Awareness/Begegnung mit Sprachen und Kultur, bilingualer Sachfachunterricht, Austauschpädagogik)
•  Vernetzung des gesamten Sprachenunterrichts (Didaktik der Mehrsprachigkeit)

Für diese umfassende Erneuerung des Sprachenunterrichts müssen in den nächsten Jahren die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu gehören eine intensive Weiterbildung der Lehrpersonen, die Neuausrichtung der Lehrergrundausbildung, die Anpassung des Lehrplans und der Lektionentafel sowie die Entwicklung von Lehr- und Lernmaterialien. Im Frühling 2006 schloss sich der Kanton Bern mit den Kantonen BS, BL, FR, SO und VS, die als Sprachgrenzkantone die Nachbarsprache Französisch als Einstiegsfremdsprache gewählt haben, zu einer Kooperation zusammen. Ein Jahr später wurde diese interkantonale Kooperation vom Berner Grossen Rat ratifiziert.

Informationen zum Projekt "Passepartout" finden Sie hier
.





Position Berne francophone
Le canton de Berne francophone travaille en coordination avec la CIIP et la Déclaration relative à la politique de l'enseignement des langues en Suisse romande (30 janvier 2003). http://www.ciip.ch/ciip/pdf/decla_langues.pdf

•  Allemand est introduit dès la 3e année primaire;
•  Anglais dès la 8e actuellement, dès la 7e en 2009 avec l'introduction de la nouvelle grille horaire et du plan d'études romand (PER). Préparation de l’introduction de l’anglais en 5e année dès 2012 avec un moyen d’enseignement commun à toute la Suisse romande;
•  Intégration des nouveaux éléments didactiques pour l'ouverture aux langues (avec le moyen d'enseignement EOLE) dès le jardin d'enfants jusqu'en 6e;
•  Dès août 2008, possibilité à toute école de proposer un enseignement bilingue allemand – français selon conditions-cadre cantonales ;
•  Coordination de l'enseignement des langues vers une didactique intégrée des langues en collaboration avec la CIIP.


Stand des Fremdsprachenunterrichts Schuljahr 2007/08
Französisch wird ab dem 5. Schuljahr unterrichtet. Im 7. Schuljahr ist Englisch für die Sekundarschülerinnen und Sekundarschüler obligatorisch. Im 8. und 9. Schuljahr ist in der Sekundarschule die zweite Fremdsprache weiterhin obligatorisch, die Schülerinnen und Schüler können jedoch zwischen Englisch und Italienisch wählen. Als dritte Fremdsprache kann in der Sekundarschule ab dem 8. Schuljahr Englisch, Italienisch oder Latein gewählt werden. In der Realschule wird ab dem 7. Schuljahr Englisch und ab dem 8. Schuljahr auch Italienisch fakultativ angeboten.

Auf der Sekundarstufe II ist die zweisprachige Maturität an den folgenden Gymnasien eingeführt: Biel: Deutsches Gymnasium (deutsch/französisch), Gymnasium Alpenstrasse (deutsch/französisch), Gymnase français (französisch/deutsch). Thun: Gymnasium Schadau (deutsch/französisch und deutsch/englisch), Gymnasium Seefeld (deutsch/englisch).



Planung für die Weiterentwicklung des Fremdsprachenunterrichts
Gemäss den EDK Vorgaben setzt ab dem Jahre 2011 der Fremdsprachenunterricht neu in der dritten Primarklasse ein. Im Kanton Bern, der an der deutsch-französischen Sprachgrenze liegt und selber zweisprachig ist, soll Französisch die Einstiegsfremdsprache sein.

Ab dem Jahre 2011 setzt Englisch als zweite Fremdsprache in der fünften Primarklasse ein. (Berne francophone: Réflexion en cours également dans la partie francophone en cohérence avec la déclaration des langues.)


Dokumente
e-ducation 3, 2007 - Fremdsprachenprojekt – projet langues étrangère
Sprachenkonzept für die deutschsprachige Volksschule des Kantons
Bildungsstrategie der Erziehungsdirektion des Kantons Bern



Kontaktpersonen


Bern, deutschsprachiger Kantonsteil:

Margreth Däscher
Kant. Projektleitung Vorverlegung Fremdsprachen
Amt für Kindergarten, Volksschule und Beratung AKVB
Erziehungsdirektion des Kantons Bern
Sulgeneckstrasse 70, 3005 Bern
Tel. 031 633 87 51
margreth.daescher@erz.be.ch


Berne francophone:

Silvia Fankhauser
Collaboratrice scientifique
Direction de l'instruction publique du canton de Berne
Section recherche, évaluation et planification pédagogiques
Les Lovières 13 , 2720 Tramelan
Tel. 032 486 06 56
silvia.fankhauser@erz.be.ch


Link
Erziehungsdirektion des Kantons Bern - Sprachenseite




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Kanton Thurgau:
Englisch ab 2009


Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat beschlossen, ab dem Schuljahr 2009/2010 das Fach Englisch in der Primarschule einzuführen. Ab August 2009 werden die Drittklässler mit drei Lektionen starten. Französisch werden die Kinder weiterhin ab dem fünften Schuljahr lernen.
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Keine Initiative in Luzern

Der LLV hat an seiner Verbandsratssitzung vom 14. März den Rückzug der Initiative aus „staatspolitischer Verantwortung“ beschlossen. Somit wird auch für Luzern das Modell 3/5 umgesetzt.
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Kanton St. Gallen: Lehrmittel Englisch Primarschule

Der Erziehungsrat Des Kantons St. Gallen hat an der Sitzung vom 24. Januar 2007 beschlossen, als Englischlehrmittel für die Primarschule ab dem Schuljahr 2008/09 die Lehrmittel "Young world 3-6" aus dem Klett-Verlag einzusetzen. mehr ...